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IV. Deutsch-Polnisch-Ukrainisches Forum 2010 in Breslau

Deutsch-Polnisch-Ukrainisches Forum

vom 23.04.2010 bis 26.04.2010 in Breslau

Trilaterales Projektmanagement

 

Hat Ihre Zivilorganisation bereits bei einem multinationalen Projekt mitgemacht? Oder bleibt es immer noch Ihr Traum ist, ein solches Projekt aufgrund der internationalen Zusammenarbeit zu realisieren? Vorsicht, manchmal wird unser Vorhaben von unseren Möglichkeiten überholt. Das hat das Ukrainisch-Polnisch-Deutsche Forum Tri.net in Breslau nachgewiesen.

Nun, die Leute für ein paar Tage an einem Ort zusammenzubringen, eine Diskussion über eine Strategie des Zivilsektors organisieren - das ist nicht schwierig.  Manchmal ist es aber schwierig, eine gemeinsame Sprache zu finden um die Kooperation fortzusetzen.

In der Ukraine bestehen heutzutage bestimmte Schwierigkeiten für eine freie Kooperation zwischen Zivilorganisationen. Meist sind aber diese Schwierigkeit eine innere Angelegenheit von kleinen Zivilvereinen. Nun, andere Organisationen sollten sich auch einschalten, um dieses Problem zu lösen. Wer die ukrainischen Realitäten kennt, wird aber mit mir einig: in der Ukraine ist die Tätigkeit von solchen Zivilvereine nicht sehr entwickelt, obwohl diese sich zweifellos in der Ausbauphase befindet. Und darum ist es extrem wichtig, dass die Zivilaktivisten neue Kontakte knüpfen und sich stärker auf eigenen Beinen behaupten für neue gesellschaftlich nützliche Tätigkeiten.

Das Deutsch-Polnisch-Ukrainisches Forum Tri.net bietet eine Plattform für erfahrene Fachleute aus internationalen Organisationen und bürgerlichen Verein aus Deutschland, Polen und der Ukraine an. Das Forum bietet die Möglichkeiten an, die bereits existierende Kooperation zu fördern, neue Partner kennen zu lernen und die Erfahrungen der trilateralen Zusammenarbeit auszutauschen.

Auf der Internet Plattform findet man Informationen zum Zivilsektor in Deutschland, Polen und der Ukraine. Eine Art Partnerbörse für trilaterale Projekte. Schwerpunkte sind der Austausch von Erfahrungen, best practices und das Erlernen von innovativen Herangehen an Projekte des internationale Managements.

Von meiner Reise zum Tri.Net Forum erwartete ich ein Treffen mit den Leuten, die konkrete Projekte realisieren, und nicht über bloße Möglichkeiten einer Zusammenarbeit klatschen. Meine Erwartungen haben sich nicht nur erfüllt, ich habe sogar mehr gefunden. 50 Leute aus Deutschland, der Ukraine und Polen kamen zum Forum in Breslau an für 3 Tage. Wir haben sehr aktiv miteinander kommuniziert, schließlich ist es kein Zufall, dass wir einander begegnet sind. Ein Teilnehmer möchte ein grenzüberschreitendes Radio-Netz zwischen Polen und der Ukraine gründen und fördern. Manche Teilnehmer streben eine aktive Zusammenarbeit zwischen deutschen und ukrainischen Organisationen an, wie es in Polen bereits der Fall ist. Wieso ist diese Partnerschaft nicht aktiv im Gange? Treffend war die Antwort von Klaus Waiditschka: „Welche interessante Projekte gibt es denn in der Ukraine". Wir, Ukrainer, verfügen über interessante, vielfältige und einzigartige Projektideen. Nun leider haben wir nur wenig Möglichkeiten, diese Ideen mit den ausländischen Partnern zu teilen. Und dazu ist das Deutsch-Polnisch-Ukrainisches Forum da.

Jeder kann bei der Vorbereitung des nächsten trilateralen Forums mitmachen. Das ist der Vorteil des Projekts. Arbeiten wir, warten wir nicht auf den kommenden Frühling. Welche Vorschläge für eine Zusammenarbeit hat ihr Zivilverein?

Um ein grosses Netz zwischen den gemeinnützigen Organisationen zu bauen, braucht man zweifellos mehrere solche Treffen zu veranstalten. Nach der Integration und den praktischen Werkstatten haben wir die Schlussfolgerungen aus unserer Arbeit bezogen und die Wünsche für das nächste Tri.Net Forums geäußert. Die ukrainische Gruppe möchtet das nächste Forum im open space Format gestalten, das Ort des Forum im voraus bestimmen, mehr Leute heranzuziehen und größere Aktivitäten durchzuführen. Sinngemäß wäre auch die Organisation einer Messe der erfolgreichen trilateralen Projekte im voraus zu veranstalten.

Beim Werkstatt „Online Medienkompetenz für NGOs" mit professionellen Trainer Christian Creutz haben wir gelernt, ein gemeinsames Projekt, bei all unseren unterschiedlichen Sprachen, Gewohnheiten und Lebensansichten. Das war eine recht tolle Erfahrung.

Stellen sie sich vor, dass sie alle anderen Gruppen in nur 2 Stunden überzeugen müssen, dass es sich lohnt, eine Aktion für Kinderwahlrechte zu unterstützen. Wir haben alle Vorteile dieses Projekts abgeklärt, sowie die Mechanismen seiner Durchsetzung. Obwohl es schwierig ist, Emotionen und Gefühle zu teilen, man kann immer eine gemeinsame Sprache finden, auch wenn man die Sprachen von dem anderen nicht kennt.

Bestaunen sie nichts in diesem Leben. Setzen Sie Ihre Arbeit fort. Das beste werden wir während dem nächsten deutsch-polnisch-ukrainisches Tri.Net Forum teilen.

Chrystyna Grytschuk

Detaillierte Informationen für Teilnehmende von deutscher Seite: 
Robert Werner 
E-mail: 
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